Die beliebtesten Städte und Wohnviertel für Expats auf Malta

Die beliebtesten Städte und Wohnviertel für Expats auf Malta

Malta gehört seit Jahren zu den wichtigsten Standorten für internationale Fachkräfte im Mittelmeerraum. Besonders Branchen wie iGaming, Fintech, Tech und Online-Marketing haben viele internationale Unternehmen auf die Insel gezogen. Dadurch lebt und arbeitet heute eine große Community aus Expats auf Malta.

Die meisten von ihnen konzentrieren sich auf einen relativ kleinen Bereich der Insel: die Nordostküste rund um Valletta. Tatsächlich sind viele der beliebten Orte inzwischen zu einem zusammenhängenden urbanen Ballungsraum gewachsen, in dem Wohnen, Arbeiten und Nachtleben dicht nebeneinander liegen.

Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Städte und Viertel für Expats.

Sliema – die „Expat-Hauptstadt“ Maltas

Sliema gilt für viele als das Zentrum des internationalen Lebens auf Malta. Aus einem ehemaligen Fischerdorf ist in den letzten Jahrzehnten eine moderne Küstenstadt entstanden.

Heute findet man hier:

  • lange Promenaden am Meer
  • Restaurants, Cafés und Bars
  • Einkaufszentren und internationale Geschäfte
  • moderne Apartmenthäuser mit Meerblick

Viele Expats wählen Sliema, weil man hier fast alles zu Fuß erreichen kann und gleichzeitig schnell nach Valletta oder in andere Stadtteile kommt. Die Gegend gilt als besonders kosmopolitisch und zieht Menschen aus vielen Ländern an.

Der Nachteil: Sliema gehört auch zu den teuersten Wohnlagen Maltas, besonders moderne Apartments mit Meerblick kosten deutlich mehr als der nationale Durchschnitt.

St. Julian’s – iGaming, Nachtleben und Business

Nur wenige Minuten nördlich von Sliema liegt St. Julian’s, das zweite große Zentrum für Expats.

Die Stadt ist besonders bekannt für:

  • das Ausgehviertel Paceville
  • zahlreiche Restaurants und Bars
  • Hotels und internationale Büros
  • moderne Wohnanlagen und Luxusapartments

Viele internationale Unternehmen – darunter auch zahlreiche iGaming-Firmen – haben hier ihre Büros oder sitzen in den umliegenden Businesszentren. Besonders bekannt ist etwa der Portomaso Business Tower, eines der wichtigsten Bürogebäude der Insel. Hauptmieter ist Tipico Sportwetten. Durch diese Konzentration von Firmen ist St. Julian’s zu einem der wichtigsten Arbeitsorte für internationale Fachkräfte geworden.

Gżira – zentral, international und etwas günstiger

Direkt zwischen Sliema und Valletta liegt Gżira. Der Ort ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat sich zu einer sehr internationalen Wohngegend entwickelt.

Hier befinden sich:

  • moderne Apartmentkomplexe
  • Restaurants und Cafés entlang der Promenade
  • zahlreiche Büros von Dienstleistern und Online-Unternehmen

Gżira gilt als besonders multikulturell, weil hier viele internationale Bewohner leben.

Viele Expats entscheiden sich für diesen Ort, weil er zentral liegt und die Mieten teilweise etwas günstiger sind als direkt in Sliema oder St. Julian’s.

Ta’ Xbiex – ruhiger, aber sehr zentral

Ta’ Xbiex ist ein kleiner, gehobener Küstenort zwischen Gżira und Msida. Die Gegend wirkt deutlich ruhiger als die touristischen Zentren.

Besonders auffällig sind:

  • elegante Villen und Wohnhäuser
  • mehrere internationale Botschaften
  • eine lange Promenade mit Blick auf Valletta

Viele Expats arbeiten in der Umgebung und wohnen hier, weil der Ort eine etwas gehobenere und ruhigere Atmosphäre hat.

Swieqi und Pembroke – Wohnviertel für Familien

Direkt hinter St. Julian’s liegen die eher wohnlichen Viertel Swieqi und Pembroke.

Diese Orte sind beliebt bei Expats, die:

  • mehr Ruhe als im Stadtzentrum möchten
  • in der Nähe internationaler Schulen wohnen wollen
  • trotzdem schnell im Business- und Ausgehviertel sein möchten

Gerade Familien entscheiden sich häufig für diese Gegend, weil sie eine gute Balance aus Ruhe und Nähe zu den wichtigsten Arbeitsorten bietet.

Ein einziger Ballungsraum

Wer Malta besucht, merkt schnell: Viele dieser Orte gehen praktisch ineinander über. Die Strecke von Valletta über Gżira, Sliema und St. Julian’s bis nach Pembroke wirkt mittlerweile wie eine einzige lange Küstenstadt. Restaurants, Büros, Wohnhäuser und Hotels liegen dicht nebeneinander. Für Expats hat das einen Vorteil: Man kann oft wohnen, arbeiten und ausgehen, ohne lange Wege zurücklegen zu müssen.

Alltag auf Malta: Verkehr und steigende Mieten

So attraktiv das Leben auf Malta sein kann – es gibt auch einige Herausforderungen.

Verkehr

Der Berufsverkehr gehört zu den größten Problemen auf der Insel. Malta hat extrem viele Autos, und gerade morgens und abends sind viele Straßen stark verstopft.

Zwar gibt es Busse, doch viele Expats berichten, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nicht immer zuverlässig sind.

Wer deshalb außerhalb der zentralen Regionen wohnen möchte, sollte genau prüfen:

  • wie lange der Arbeitsweg wirklich dauert
  • ob eine Busverbindung existiert
  • oder ob man ein eigenes Auto braucht

Mietpreise

Auch die Wohnkosten sind in den beliebten Vierteln deutlich gestiegen.

Moderne Apartments in Sliema oder St. Julian’s kosten oft etwa 1.500 € pro Monat oder mehr, besonders wenn sie neu gebaut oder in guter Lage sind. Viel Grün gibt es in diesem Gebiet nicht – alles ist eng aneinandergebaut.

Viele Expats weichen deshalb auf günstigere oder ruhigere Orte aus und nehmen dann längere Pendelzeiten in Kauf.

Fazit

Die meisten internationalen Fachkräfte auf Malta konzentrieren sich auf wenige Orte:

  • Sliema – kosmopolitisches Zentrum für Expats
  • St. Julian’s – iGaming-Hub und Nachtleben
  • Gżira – zentral und international
  • Ta’ Xbiex – ruhiger, gehobener Küstenort
  • Swieqi und Pembroke – Wohngebiete nahe internationaler Schulen

Gemeinsam bilden diese Städte praktisch einen zusammenhängenden urbanen Raum, in dem viele Expats leben und arbeiten.

Malta bietet damit eine Mischung aus mediterranem Lebensstil und internationaler Arbeitswelt – allerdings mit steigenden Mieten und einem Verkehrsproblem, das man bei der Wahl des Wohnorts unbedingt berücksichtigen sollte.

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