ERP Software einführen – die häufigsten Probleme aus Nutzersicht
Basierend auf Nutzerfeedback von Capterra etc.
1. Komplexe Bedienung und schlechte Benutzeroberflächen
Der häufigste Kritikpunkt betrifft die Bedienbarkeit der Systeme. Viele ERP-Programme sind historisch gewachsen und wirken im Vergleich zu moderner Software schwerfällig.
Typische Nutzerkritik lautet etwa:
„I didn’t like its user interface, it seems a bit outdated.“
Auch Analysen von Nutzerfeedback beschreiben die Situation ähnlich: Viele ERP-Systeme wirken „clunky and dated“, also schwerfällig und technisch veraltet.
Für Anwender bedeutet das in der Praxis:
- viele Klicks für einfache Aufgaben
- verschachtelte Menüs
- komplexe Eingabemasken
Gerade Mitarbeiter in Buchhaltung, Einkauf oder Lager berichten häufig, dass sie lange Schulungen benötigen, um mit dem System effizient arbeiten zu können.
2. Schwierige Integration mit anderen Systemen
Viele Unternehmen nutzen zusätzlich andere Software – etwa CRM, E-Commerce oder Speziallösungen. In Reviews wird häufig erwähnt, dass ERP-Systeme nicht immer gut mit anderen Tools zusammenarbeiten.
Ein Beispiel aus einer Nutzerbewertung:
„The tool does not integrate well with other tools.“
Integrationsprobleme führen oft dazu, dass Unternehmen weiterhin mehrere Systeme parallel betreiben müssen. Dadurch entstehen wiederum zusätzliche Schnittstellen und manuelle Arbeitsschritte.
3. Hohe Kosten und versteckte Zusatzkosten
Ein weiteres häufiges Thema in Bewertungen sind die tatsächlichen Kosten eines ERP-Systems. Neben Lizenzkosten entstehen zusätzliche Ausgaben für:
- Implementierung
- Anpassungen (Customizing)
- Beratung
- Supportverträge
Capterra weist darauf hin, dass die Gesamtkosten eines ERP-Systems oft deutlich steigen, weil viele Kosten erst im Projektverlauf sichtbar werden.
Gerade kleinere Unternehmen berichten deshalb in Reviews häufig von einer unerwartet hohen Gesamtinvestition.
4. Schwierige Einführung und lange Lernphase
Viele Anwender berichten, dass die Einführung eines ERP-Systems sehr aufwendig ist. Besonders kritisch sind dabei:
- Datenmigration
- Schulung der Mitarbeiter
- Anpassung bestehender Prozesse
In Capterra-Analysen wird beschrieben, dass Integrationsprobleme und Nutzer-Onboarding die Einführung deutlich verlangsamen können und teilweise sogar die Produktivität kurzfristig senken.
Gerade in mittelständischen Unternehmen dauert es oft Monate oder Jahre, bis ein neues ERP vollständig akzeptiert wird.
5. Schlechter oder langsamer Support
Auch der Kundensupport wird häufig kritisiert. In einzelnen Bewertungen wird etwa bemängelt:
„Support is terrible… software is overpriced for such bad support.“
Gerade bei komplexer Unternehmenssoftware ist Support entscheidend. Wenn Probleme nicht schnell gelöst werden, können Geschäftsprozesse direkt betroffen sein.
6. Zu viele Funktionen – aber nicht die richtigen
ERP-Systeme decken viele Unternehmensbereiche gleichzeitig ab. Das führt jedoch laut Nutzerbewertungen häufig zu einem paradoxen Problem:
- Systeme sind sehr umfangreich
- gleichzeitig fehlen wichtige Spezialfunktionen
Viele Unternehmen müssen deshalb zusätzliche Software einsetzen oder eigene Anpassungen programmieren lassen.
Zusammenfassung der häufigsten Kritikpunkte
Auswertungen von ERP-Reviews zeigen immer wieder dieselben Problemfelder:
- komplizierte Bedienung
- veraltete Benutzeroberflächen
- hohe Kosten und Zusatzkosten
- schwierige Implementierung
- Integrationsprobleme mit anderen Systemen
- unzureichender Support
Diese Punkte tauchen unabhängig vom konkreten Anbieter immer wieder auf – sowohl bei großen ERP-Systemen als auch bei Lösungen für den Mittelstand.
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