Schokolade wird nachgesagt, dass sie glücklich macht. Immer wieder schwören Menschen außerdem darauf, dass Schokolade süchtig macht. Was ist dran an diesen Gerüchten?

„Schokolade macht glücklich“

Macht Schokolade glücklich? Dieses Gerücht ist einfach nicht totzukriegen. Und ganz von der Hand zu weisen ist das auch nicht. Denn Schokolade enthält tatsächlich einen Stoff, der glücklich machen kann – nämlich die Aminosäure Tryptophan, die auch als Antidepressivum gilt. Wieviel Mengen Schokolade jedoch gegessen werden muss, um einen positiven Effekt zu bekommen – das ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Denn die Menge Tryptophan in der Schokolade ist sehr gering – geringer beispielsweise als in Milch, Eiern und vielen anderen Lebensmitteln. Deswegen wird es wohl nicht dazu kommen, dass Ärzte Schokolade als Antidepressivum verschreiben werden – und das nicht nur wegen Nebenwirkungen wie einer möglichen Gewichtszunahme.

Schokoladensucht

„Ich bin schokoladensüchtig“. Dieser Satz ist immer wieder zu hören. Wird es bald Selbsthilfegruppen geben, die – gleich den Anonymen Alkoholikern – zusammensitzen und folgeschwere Sätze sagen wie: „Ich bin Sonja und schokoladensüchtig“? Wohl eher nicht. Auch ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass Schokolade an sich nicht süchtig macht.
Das oben genannte Tryptophan scheint nicht abhängig zu machen – und wenn, dann sind auch hier die Mengen zu gering. Wenn diese Aminosäure ausschlaggebend für Schokoladensucht wäre, würde Zartbitter-Schokolade viel beliebter sein als helle Schokolade, da sie viel mehr Tryptophan enthält. Die Aminosäure ist außerdem auch in Bananen und Cashew-Nüssen enthalten. Abhängigkeiten sind bei beiden Lebensmitteln nicht statistisch erwiesen. Eine körperliche Abhängigkeit von Schokolade ist also höchst unwahrscheinlich.
Viel wahrscheinlicher ist indes, dass psychologische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen. Weil Schokolade so kalorienreich ist, lernen wir von klein auf, sie mit Zurückhaltung zu genießen. Wir Menschen stehen der Schokolade deswegen zwiegespalten gegenüber – das macht die „verbotene“ Versuchung so begehrt.

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Schokoladensucht

Ein Gedanke über “Schokoladensucht

  • 8. Dezember 2016 bei 18:52
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    Oh ja, davon kann ich ein Lied singen. Das ist echt schlimm bei mir. Obwohl ich mir abends zum Abendbrot immer reichlich esse und danach auch immer satt bin, entsteht nach 15-30min bei mir ein Gefühl von einer Zuckersucht. Ich merke regelrecht wie ich das verlangen auf etwas süßes, meisten Schokolade habe. Das ist echt krass, aber das gute ist, ich habe es ja selber erkannt habe und nun muss ich aber trotzdem in Zuknunft darauf achten bzw. daran arbeiten, wie ich der Versuchung widerstehen kann.

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